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Starke Schule

Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen

Auszeichnung für "Starke Schule" in Niederzwehren

Comenius-Schule unter den besten Schulen, die zur Ausbildungsreife führen

Das pädagogisch ausgewogene Konzept, den Übergang von Schule in den Beruf in den Schulalltag zu integrieren sowie Schüler der Jahrgänge 9 und 10 in so genannten "Betriebsklassen" gezielt mit regelmäßigen, ausgedehnten Praktika in das Berufsleben überzuleiten, überzeugte. Die Johann-Amos-Comenius-Schule Kassel wurde bei dem Schulwettbewerb "Starke Schule - Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen" als fünftbeste Schule beim Landeswettbewerb von insgesamt 61 beteiligten Schulen in Hessen geehrt.

Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbänden und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt und ist mit Preisgeldern von insgesamt 220.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet wurden vor allem Schulen, die sich für eine nachhaltige Unterrichtsentwicklung engagieren, sich darüber hinaus in Netzwerke einbinden - auch mit außerschulischen Partnern, wie Unternehmen und Betrieben. Antje Becker, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung, betont, es gelänge vielen Schulen hervorragend, junge Menschen auf den Übergang von Schule in den Beruf vorzubereiten.

Das Konzept der Betriebsklassen, das der ehemalige Schulleiter Detlef E. Siebert entwickelte und entscheidend prägte, gibt den Schülern Gelegenheit, sich in den Betrieb einzugliedern, unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen, von Mitarbeitern anerkannt, ja gebraucht zu werden. Selbst wenn das zunächst gewählte Berufsfeld doch nicht den Erwartungen entspricht, machen die Schüler wertvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt, was ihnen Selbstbewusstsein und Sicherheit gibt. Im schulischen Alltag dokumentieren sie Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit und Anpassungsfähigkeit. Einige Jugendliche wachsen plötzlich auch in ihren Schulleistungen über sich hinaus. Es ist sichtbar, dass der tiefere Einblick in die Arbeitswelt den Jugendlichen die Angst vor dem Erwachsenwerden nimmt. Dies gibt ihnen die notwendigen Fähigkeiten, in der Arbeitswelt zu bestehen. Häufig wollen die Schüler der Betriebsklassen aber auch weiterführende Schulen besuchen, weil sie in den Mitarbeitern der Betriebe Vorbilder finden, denen sie nachstreben.

Die Einführung des Programms, das es den Schülern erleichtern soll, im Berufsleben zu bestehen, kostete die integrierte Gesamtschule nahe dem Märchenviertel viel Kraft und Engagement. Umso erfreulicher ist es, dass dieses Bemühen jetzt mit der Auszeichnung "Starke Schule" gewürdigt wird.

Bereits seit einigen Jahren führt die Comenius-Schule nicht nur Projekte zur Berufserkundung in Jahrgang sieben sowie Praktika in den Klassen acht und neun durch, sondern hat auch das "Cafe Beruf" installiert. Auf dem Schulgelände stellen sich jedes Jahr Unternehmen der Region vor, die ausbilden. Interessierte Schüler können erste Kontakte aufnehmen, ohne eine Hemmschwelle überwinden zu müssen. Weiterhin gibt es innerhalb der Schule ein eigenes Berufsinformationszentrum, wo die Bewerbungen der Schüler bei den etwa 55 Kooperationsbetrieben tatkräftig vom Arbeitscoach unterstützt werden. Dieser Arbeitscoach kam im Rahmen des Programms "Erfahrung hat Zukunft - 50+" in die Schule. Darüber hinaus helfen das Übergangsmanagement der Stadt Kassel und die enge Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit - gekoppelt mit vorbereitendem Unterricht, besonders im Wahlpflichtbereich - die Schüler auf die Arbeitswelt vorzubereiten und ihnen bessere Chancen zu eröffnen.

Jene Schüler, die sich entscheiden, noch während der Schulzeit - und zum Teil in den Ferien - an einem ausgedehnten Praktikum (23 Wochen in zwei Jahren) teilzunehmen, suchen sich am Ende des 8. Schuljahres zusammen mit dem Arbeitscoach einen passenden Betrieb. Am Ende des 10. Schuljahres absolvieren sie eine zweiteilige Abschlussprüfung mit praktischem und theoretischen Teil, für die sie ein Zertifikat erhalten.