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Unterrichtsprojekt: Gewerbegebiet im Langen Feld?

Auf Anraten des Niederzwehrener Orstvorstehers Harald Böttger haben wir am Ende des Schuljahres 2010/2011 mit Schülerinnen und Schülern das Projekt "Gewerbegebiet im Langen Feld?" durchgeführt.

Die Jugendlichen haben dabei zunächst ein Webquest (siehe www.web-comenius.de.tl) bearbeitet und sich so mit den verschiedenen Positionen zur geplanten Gewerbeansiedlung im Langen Feld auseinandergesetzt. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern eine unvoreingenommene Auseinandersetzung mit einem lokalpolitischen Thema zu ermöglichen.

Besonders großes Interesse zeigte unser Jahrgang 10 bei der Podiumsdiskussion mit dem zu der Zeit antierenden Baudezernenten Joachim Lohse und Albert Pinkvohs von der Bürgerinitiative Pro Langes Feld.

Bei der anschließenden Bürgerbefragung hatten die Schülerinnen und Schüler zudem die einmalige Chance die politische Stimmungslage in der Bevölkerung zu erfragen und so einen wichtigen Beitrag zum öffentlichen Diskurs zu leisten.

Bereits jetzt wurden unserer Schule zahlreiche Folgeprojekte angeboten und wir freuen uns auf einen lebhaften Gesellschaftslehreunterricht im Schuljahr 2011/2012.

Alle Presseartikel zu diesem Projekt können unter Presse eingesehen werden.

Eine ausführliche Beschreibung der Podiumsdiskussion finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Lokalpolitik live in der Comenius-Schule

„Ich war begeistert von den Beiträgen, Fragen und der Moderation der Schülerinnen und Schüler“. So kommentiert Schulleiter Volker Lerch die Podiumsdiskussion über den Plan der Stadt Kassel das Grüngebiet „Langes Feld“ in ein Gewerbegebiet umzustrukturieren, die am 31.Mai in der Aula der Comenius-Schule stattfand. Zu der Veranstaltung mit dem niederzwehrener Ortsvorsteher Harald Böttger, dem Stadtbaurat Dr. Joachim Lohse sowie dem Verteter der Bürgerinitiative „Pro Langes Feld“ Albert Pinkvohs hatten Schüler der Klassen 10c, 10d und 10e eingeladen. Unter Anleitung der Lehrer Simon Apel und Mico Vancov war das Konzept zuvor im Unterricht im Fach Gesellschaftslehre entstanden.

Sowohl der Text für die Moderation als auch der Ablauf der Diskussion waren genau geplant. Drei Schüler übernahmen die Gesprächsleitung, fünf weitere Schüler führten die Rednerliste, notierten und überprüften die Beiträge. Der niederzwehrener Ortsvorsteher, der Stadtbaurat und der Vertreter der Bürgerinitiative eröffneten die über einstündige Debatte mit jeweils einem Statement und stellten sich anschließend den Fragen der Anwesenden. In die Aula gekommen waren nicht nur die Schülerinnen und Schüler drei weiterer zehnter Klassen, sondern auch Anwohner des Ortsteils Niederzwehren und Mitglieder der Bürgerinitiative „Pro Langes Feld“. Jeder hatte die Möglichkeit zu Wort zu kommen. Viele Schüler, die zum Großteil in Niederzwehren wohnen, stellten Fragen, machten aber auch konkrete Vorschläge für eine Lösung des Vorhabens. Auserinandersetzung.

Deutlich zeichnete sich ab, dass der Stadtbaurat Lohse überzeugt ist, ein Gewerbegebiet verbessere die Infrastruktur, böte Arbeits- und Ausbildungsplätze und schaffe darüber hinaus zusätzliche Steuereinnahmen. Der Vorsitzende der Bürgerinitiative Pinkvohs hingegen sieht ein Grüngebiet schwinden und eine Zunahme der Lärm- und Umweltbelastung, zudem bezweifelt er, ob sich die Ausgaben rechnen würden.

Am Ende der Gesprächsrunde fassten die Schüler auf dem Podium die wesentlichen Fakten zusammen, dankten den Gästen für die Beteiligung und wünschten – professionell wie im Fernsehen - allen Anwesenden noch einen schönen Tag. Für Schulleiter Volker Lerch war diese Veranstaltung ein Beispiel dafür, dass das reale Leben zum Inhalt modernen, handlungsorientierten Unterrichts werden kann.